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026 – Dankbarkeit – Kreislauf der Dankbarkeit

Veröffentlicht: 01.11.21 • Lesezeit: ca. 5 Min., 25 Sek.
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„Danke zu sagen, verändert das Leben!“ Sara Prinz

Wieso ist Dankbarkeit so wichtig?

Was macht Dankbarkeit mit uns?

Wie drückt man Dankbarkeit aus?

Fragen von Heldinnen

Danke für deine Hilfe. Danke. Danke, dass du für mich da warst, als ich dich gebraucht habe. Danke, dass du DU bist. Danke. Danke für deine Freundschaft. Danke für deine Liebe. Danke für das Geschenk. Danke. Wie oft und wofür wir Danke sagen, sagt mehr über uns aus als wir uns bewusst machen. Wann hast du heute Danke gesagt?

Wieso ist Dankbarkeit so wichtig?

Ich erlebe verschiedenen Menschen mit unterschiedlicher Haltung zum Thema Dankbarkeit. Da gibt es diejenigen, die danke als Floskel verwenden und es andauernd sagen. Danke, danke, danke. Das sind Menschen, die als Kinder ständig den Satz gehört haben, wenn sie was bekommen haben. „Was sagt man?“ „Danke!“ Und dann haben sie das, Danke als. „Das tut man eben!“ Für sich abgespeichert. Wenn ich sie dann frage: “Wie oft hast du heute Danke gesagt?” Dann können sie mir keine Antwort geben, weil sie es eben inflationär benutzen.

Dann gibt es die Menschen, die Dankbarkeit als Wertausgleich sehen und sie das Gefühl haben, danke zu sagen, verpflichtet sie zu mehr als das, was sie zu geben bereit sind. Sie sagen kaum oder nie, danke. Sie haben für sich Sätze geprägt wie: „Zahle deine Schulden, dann brauchst du nicht danke zu sagen!“ Wenn ich, diese Frauen frage: „Wie oft hast du heute Danke gesagt?“ Dann kann eine Aggression mir entgegen strahlen, wie ich es wage sie überhaupt diese Frage zu stellen. 

Und dann gibt es die Menschen, die Dankbarkeit als Achtsamkeit und Lebenshaltung für sich entdeckt haben. Diejenigen, die Danke ganz bewusst in ihr Alltag einbauen. Als Form der Dankbarkeit dem Leben gegenüber. Sie teilen die Dankbarkeit in ihrem Journaling, in Dankbarkeitsräumen oder Dankbarkeitsgruppen und sie sagen ihren Mitmenschen ganz bewusst danke, um Augenhöhe und Wertschätzung auszudrücken. Sie lenken ihren eigenen Fokus auf die Dankbarkeit in ihrem Leben. 

Was macht Dankbarkeit mit uns?

Wenn wir die Dankbarkeit achtsam und bewusst einsetzen, dann bring sie uns in die Eigenverantwortung. Denn sie durchbricht unseren Gedankenstrudel. Gerade dann, wenn das Leben nicht so schön vor sich her plätschert. Wenn es gerade unruhig, turbulent und stürmisch zugeht, dann können unsere Gedankenstrudel uns mehr und mehr in diesen Sturm hineinziehen. Denn wir lenken unseren Fokus auf den Sturm und alles, was er zerstört. Dankbarkeit kann diesen Sturm für kurze Zeit unterbrechen. Denn sie lenkt unseren Fokus auf all das, was trotz des Sturms, immer noch gut ist. Auf die Dinge, die wir trotzdem in der Lage sind, zu besitzen, zu gestalten oder weiterzugeben.

Sie lenkt den Fokus auf die Menschen, die da sind auch im Sturm des Lebens und gemeinsam mit uns und für uns kämpfen. Wenn wir das Schaffen für kurze Augenblicke den Fokus darauf zu lenken, dann wird uns bewusst, dass wir es sind, die unsere Gedanken und unser Leben steuern. Damit können wir auch den Sturm und dessen Folgen steuern, und wie groß der Schaden ist, der der Sturm in meinem Leben ausrichtet. Wir trainieren mit der Dankbarkeit unsere Resilienz dem Leben gegenüber. 

Wie drückt man Dankbarkeit aus?

Nonverbal – mit einem Lächeln, einem Nicken, einem Augenkontakt, Händeschütteln, Umarmung, Berührung. 

Verbal – mit wertschätzenden Worten

Materiell – mit einem Geschenk oder Geld

An dieser Stelle lenke ich den Fokus mal weg, von der, die den Dank ausspricht hin zu dem oder der, die oder der den Dank empfängt. Auch hier haben wir verschiedene Verhaltensweisen erlernt. Meistens höre ich den Satz: Wenn dir jemand Danke sagt, oder etwas schenkt, dann musst du ihm auch was zurückgeben. Bitte beachte mir das Wort „Zurückgeben“! Du lehnst in diesem Moment den Dank der Menschen ab. Das schafft Verletzungen und ein Ungleichgewicht. 

Das ist der Grund, warum Erwachsene, so ungern sich etwas schenken. Weil wir das Gefühl erlernt haben, wenn wir was bekommen müssen wir es wieder zurückgeben. Dann wird das Leben zu einem Pingpong spiel, was Mühsam und anstrengend wird, dann doch lieber nicht, Danke sagen oder etwas schenken. 

Schauen wir uns hier Kinder an. Kinder empfangen einfach nur. Sie sagen danke und manchmal noch nicht mal das. Sie nehmen einfach nur freudig das Geschenk an und entdecken, was sie damit in ihrem Leben machen können und sie geben die Freude darüber weiter. 

Lernen wir Erwachsene doch wieder von den Kindern. 

Jochen Schweizer, hat in einem Interview zu seinem neuen Buch „die Begegnung“, vom Kreislauf der Dankbarkeit erzählt. Ja, wir haben die Verpflichtung, wenn wir Dank empfangen haben, diese Energie, diese Dankbarkeit weiterzugeben. Aber und das ist wichtig! Eben nicht zurückzugeben, sondern an einen anderen Menschen, der Hilfe braucht, oder ein Wort der Dankbarkeit hier mein Empfangen weiterzugeben. Dann zieht sich der Kreis der Dankbarkeit durch die Welt. 

Ich schenke wahnsinnig gerne, weil ich so reich in meinem Leben beschenkt worden bin. Ich erwarte nicht, dass mir die Menschen das Gleiche zurückschenken. Aber ich erwarte immer wieder, dass ich sehe, dass die Menschen auch von dem, was sie empfangen haben, weitergeben dürfen. Und dann die Freude teilen. 

Weihnachten ist eine meiner Lieblingsjahreszeiten. Denn hier erlebe ich die Fülle, täglich vor Augen. Darum möchte ich in diesem Jahr ganz besonders achtsam in den Advent gehen. Denn Dankbarkeit braucht eine gute Grundlage, dass sie wachsen kann. Das bereite ich gemeinsam mit dir bei der Aktion: Achtsamer Advent! – Melde dich doch an und sei es dir selbst wert, versöhnt in die Adventszeit zu starten. 

Weggabelung

Für heute sind wir an der Weggabelung angekommen. 

Wenn du unser Gespräch, nicht nur lesen, sondern auch hören willst, dann klicke gerne unten auf Play und erlebe das HeldinnenPodcast zum Thema – Dankbarkeit.

Wenn du spürst, ich möchte an diesem Punkt weiter an mir arbeiten. Dann buche dir doch direkt ein kostenloses Orientierungsgespräch und lass uns deine nächsten Schritte auf dem Heldinnenweg gemeinsam gehen. 

Falls du dich dafür entscheidest, für heute allein weiterzugehen, dann wünsche ich dir alles Gute, fang an zu strahlen – bis zum nächsten Spaziergang. 

Deine Heldinnenbegleiterin Sara

026 – Dankbarkeit

Bild von Cindy Barth auf Pixabay ; Bild von Pexels auf Pixabay ; Bild von Gisela Merkuur auf Pixabay 

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